02.03.15

TEILNAHME AN DER ART KARLSRUHE

 

Isabelle Dutoit, „Hände“, Öl auf Leinwand, Sophia Schama, „Garten“, Öl auf Leinwand, Nathalie Grenzhaeuser, „Spiegel“, aus der Serie „Pyramida“.

Dauer der Kunstmesse 5.3. - 8.3.2015 I 4.3.2015

Öffnungszeiten:  5.-7.3.2015 von 11 - 19 Uhr, 8.3. von 12-18 Uhr

 

Die Galerie Christa Burger nimmt mit den folgenden Künstlern an der ART KARLSRUHE teil: Juliane Duda (Fotografie), Isabelle Dutoit (Malerei) Tanja Fender (Objekte und Zeichnungen), Nathalie Grenzhaeuser (Fotografie), Andreas Nann (Malerei), Sophia Schama (Malerei) und Annegret Soltau (Fotografie und Fotovernähungen).

 http://galerieburger.de/news.html

FELLOWSHIP BEKANNTGABE



Ich freue mich bekannt zu geben, das ich ein 7 monatiges Fellowship des Hanse-Wissenschaftskolleg in Kooperation mit dem Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung erhalten habe.

Das Fellowship ist in 3 Phasen unterteilt:

Phase 1 Beginn 30.01. - 12.03.2015  am HWK in Delmenhorst.
Phase 2 Beginn 15.03-18.04.2015 auf der AWIPEV Station des Alfred Wegener Institutes in Ny Alesund auf Spitzbergen.
Phase 3 Beginn 17.08.- bis ende des Jahres 2015 am HWK in Delmenhorst.


http://www.h-w-k.de/arts-and-humanities/art-in-progress/fellows/fellow/nathalie-grenzhaeuser.html?fellowyear=2015&cHash=4b565a29adb916624637f66a0d20f9aa

02.02.15

Förderstipendium Künstlerkontakte der IFA für Kuba


Reisebericht meiner zweiten Recherchereise in die Provinz Guantánamo auf Kuba 24.11 bis 02.01.2015

23.10.14

Ruinen der Gegenwart- Ausstellung in der Schaufensterfront bei Steinbrener/Dempf & Huber, Wien




Einst standen Ruinen für die Vergänglichkeit schlechthin. In der Ruine verkörperte sich der Kreislauf, in dem die Menschen und alles, was sie der Natur abringen, schließlich von ihr zurückgeholt werden. „Ruinen erwecken in mir erhabene Ideen. Alles wird zunichte, alles verfällt, alles vergeht. Nur die Welt bleibt bestehen, nur die Zeit dauert fort“, schrieb Denis Diderot 1767 in seinen Salonbesprechungen von Ruinenbildern. 

Seit dem 19. Jahrhundert entsprechen Ruinen einer Klischeevorstellung von Romantik, für die vor allem die Darstellungen Caspar David Friedrichs herhalten müssen. Der Kunst- und Architekturhistoriker Robert Harbison liefert hier eine andere Interpretation: „Wenn Friedrich eine Ruine malt, lässt er zuvor im Geiste eine Bombe explodieren: Mensch und Natur, beide bleiben beschädigt zurück. Grabsteine und Figuren sind in Unordnung, jede Ecke so schroff, als sei das Gespräch der Welt mitten im Satz abgebrochen.“

Darüber hinaus weist Harbison den Weg in eine der heutigen Zeit gemäße Ruinenbetrachtung: „Es ist immer noch unüblich, Ruinen danach zu klassifizieren, ob sie plötzlich und gewaltsam oder nach und nach in ihren Zustand gerieten, wohingegen man Todesfälle genau danach sondert. (Blieben die Toten an der Erdoberfläche, würde man dies wahrscheinlich nicht tun.) Nur selten ist bekannt, wie ein Gebäude zur Ruine wurde, und deshalb sehen wir darin einen einzigen, sich immer wiederholenden Prozess. Es ist überraschend, wenn man entdeckt, dass die zerrissene Ecke eines von einer Gasexplosion zerstörten Hauses sich als pittoresk erweist, genauso wie der Besuch eines von einem Erdbeben entvölkerten Dorfs. In solchen Fällen kam die Leere über Nacht, während sie in der Regel Ergebnis eines langwierigen Prozesses ist. Gelegentlich finden sich Hinweise auf eine Zerstörung in vielen winzigen, kaum merklichen Schritten, vergleichbar dem menschlichen Alterungsprozess.“ 


Ruinen der Gegenwart spannt einen Bogen von der herkömmlichen Ruinenästhetik, die vor den Trümmern gedankenverloren über eine ferne Vergangenheit meditiert, sondern präzise nach ihrer Entstehung und ihrer gegenwärtigen Bedeutung fragt.

Ein wichtiges historisches Bindeglied dafür ist Robert Smithsons um 1970 entwickeltes, die Industrieruinen seiner Heimatstadt Passaic in New Jersey mit einer erdgeschichtlichen Perspektive verbindendes Konzept der „Umgekehrten Ruine“. Sie ist „das Gegenteil der ‚romantischen Ruine’, denn diese Bauten zerfallen nicht in Trümmer, nachdem sie gebaut wurden, sondern erheben sich zu Trümmern, bevor sie gebaut werden.“3 Dies klingt fast wie eine Vorahnung der Bauruinen in Südostasien, die durch den plötzlichen ökonomischen Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften Ende der 1990er Jahre von einem zum anderen Tag unfertig liegenblieben. 


Statt um Reflexionen über die Vergänglichkeit schlechthin, wie in der traditionellen Ruinenästhetik, geht es darum, die Ruinen unserer Zeit als ästhetische Symbole für den Zustand der Welt zu entziffern, als Symptome blutiger und unblutiger Kriege, auch wenn sie wie die Ruinen des WTC längst beseitigt wurden. 

Es werden u. a. Fotografien, Zeichnungen und räumliche Installationen zu sehen sein von 

Clemens Fürtler
Katya Gardea Browne
Francisca Gomez
 
Nathalie Grenzhaeuser
DD Handon
Maike Klein und Wolfgang Kampz Patricia Lambertus
Nadia Lichtig
Pitt Sauerwein
Paul Schwer
Sibylle Springer
Wolfgang Zach


Kuratiert von Ludwig Seyfarth 


14.04.14

Fernsehbeitrag SR

Ein Beitrag über meine Arbeit an einem meiner zukünftigen Projekte, der im Zuge meiner Ausstellung GEZEITEN gesendet wurde.

Der Fernsehbeitrag läuft auf Position  00:29:00 der Timeline




http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=24574


19.03.14

GEZEITEN Neue Arbeiten von Nathalie Grenzhaeuser im Saarländischen Künstlerhaus





Eröffnung  am Mittwoch den 26.03.2014 um 19 Uhr

Ausstellungdauer 27.03.2014 -11.5.2014

Sondertermin anlässlich der im Ausstellung und Katalogpublikation:
Donnerstag 08.05.2014 um 19 Uhr, Künstlergespräch mit Prof. Rolf Sachse von der HBK Saar 

Ort : Saarländisches Künstlerhaus Saarbrücken e.V.
Karlstraße 1, 66111 Saarbrücken
Tel. 681 / 37 24 85, 681 / 39 73 28

In der Galerie zeigt die Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser unter dem Titel Gezeiten neue Arbeiten. Fotografien aus der Provinz Guantánamo auf Kuba werden Aufnahmen einer russischen Siedlung auf dem arktischen Inselarchipel Spitzbergen gegenübergestellt. Die beiden sehr verschiedenen Landschaftsräume verbindet eine doppelte „Inselsituation“, die Kombination aus geografischem und politischem Inselstatus.
In ihrer fotografischen Arbeit setzt sich Grenzhaeuser mit der Wahrnehmung von Landschaftsräumen auseinander. Sie fotografiert Orte, die sich in einer Situation des Übergangs und anthropogener Veränderung befinden. Die Regionen, die sie interessieren, erfahren aufgrund ihrer Geschichte und besonderen Topografie auf unterschiedliche Weise eine Form der Aufladung. Dementsprechend bieten sie Raum für zahlreiche Vorstellungen, die imaginative Momente miteinbeziehen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Jule Reuter (Freie Kuratorin, Berlin ) und Thomas Schirmböck (Leiter, Zephyr - Raum für Fotografie, Mannheim) .

24.10.13

Ausstellung SMOKE & MIRRORS


FRANK BARTSCH, DAGMAR TRÄNKLE

in dialogue with 

NATHALIE GRENZHAEUSER, MATHIAS VÖLCKER


OPENING: SATURDAY 2 NOVEMBER 2013, 7 - 10 PM
EXHIBITION: 8. and 9.NOV 2013, 4 -7 PM
AND BY APPOINTMENT: 0177 - 6436153 or 0178 - 1494336


FINISSAGE: FRIDAY 15 NOV, 7 - 10 PM
GERANIUM BLONDE plays FIELDS BEYOND Vol. 3

******sign , CIAT - Contemporary Institute for Art & Thought
ZOSSENER STRASSE 34, HH, KREUZBERG, BERLIN******
++++AgvA(1) - Contemporary Institute for Art & Thought, e.V. +++++




10.09.13

Dokumentation Ausstellung Hasenmilch, Galerie Christa Burger

  

"Hasenmilch"


mit Fotografie, Installation, Malerei, Objekte und Zeichnung

von Isabelle Dutoit, Tanja Fender, Nathalie Grenzhaeuser,

Julia Jansen und Annegret Soltau



Eröffnung: 13. September 2013, 18 - 22 Uhr

Dauer der Ausstellung 14. Sept. - 31. Okt. 2013



Adresse:
Galerie Christa Burger
Theresienstrasse 19
80333 München
www.galerieburger.de
mail@galerieburger.de





29.01.13

Bodenproben-Fotografie

Neue Arbeiten von Nathalie Grenzhaeuser und Juliane Duda 

in der Galerie Christa Burger in München







Eröffnung am Mittwoch 30.01.2013 von 19 bis 22 Uhr 
Ausstellungsdauer: 30 Januar bis 16 März 2013
Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18.30, Sa 13 - 16 Uhr

Adresse:
Galerie Christa Burger
Theresienstr. 19
80333 München
fon 0049-89-2899 6550

Pressetext:
Die Künstlerinnen Juliane Duda und Nathalie Grenzhaeuser beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit aufgegebenen und verlassenen Orten unserer Zivilisation und Stadtgesellschaften, wobei Dudas Arbeiten sich im wesentlichen auf Architekturen in Deutschland beziehen, während Grenzhaeusers Fotografien um die Topographie und Geschichte von zumeist fragilen kulturellen Landschaftsräumen wie die Arktik oder den Outback von Australien kreisen.

Juliane Duda begibt sich in ihren Fotoarbeiten auf die Spuren von verfallenen Ruinen und urbanen Zonen, die häufig wie das Anwesen der Fotoserie "Voßstraße" sich in einem Art "Niemandsland" befinden, in letzterem Fall auf dem ehemaligen Grenzstreifen in Berlin. Die "Voßstraße 33" erzählt von der Pracht des früheren Verwaltungsgebäudes der Deutschen Reichsbahn, das als Firmensitz in der Gegenwart keine Lebensberechtigung mehr hat, da diese mit dem Mauerfall obsolet wurde. Mit merkwürdig verschobenen Blickachsen, stürzenden Wand- und Deckenflächen und Farbübertreibungen lässt Duda dynamische Raumfluchten entstehen, die mehr an Kulissen von Science Fiction-Thrillern und die Filme von Tarkowski erinnern denn an reale Räume. Sie erschafft Fotos von bizarrer Schönheit von einem einstigen geschichtsträchtigen Juwel, das bald banalen Lofts am Rand des boomenden Potsdamer Platzes weichen wird.

Die Fotoserie "Pyramida" von Nathalie Grenzhaeuser führt die ebenfalls auf Spitzbergen entstandene Serie "Die Konstruktion der stillen Welt" fort, indem sie Realität und Imagination eines Ortes miteinander verschränkt. "Pyramida" zeigt den russischen Teil des arktischen Inselarchipels, die ehemalige Bergbaustadt Pyramiden, die bis zu ihrer Aufgabe im Sommer 2000 vollkommen autark vom Rest des Archipels betrieben wurde. Wie bereits beim Werkzyklus "Trespassing" (2008-2011), der die Minengebiete des australischen Outbacks thematisierte, sind Grenzhaeusers digitale Eingriffe in die Landschaft und Architektur der Orte weniger offensichtlich als in den vorangegangen Serien. Sie zeigt nicht Panorama-Aufnahmen von Landschaften, sondern rückt dichter an die Gebäude heran und erreicht so eine andere Bilddynamik. Sie arbeitet mit optischen Täuschungen zur Erreichung einer räumlichen Tiefe, doppelt Räume perspektivisch und setzt Close-Ups ein. Hiermit zielt sie auf eine Verunsicherung des Betrachters, hindert ihn an zu einfachen Dechiffrierungen eines Ortes und seiner Geschichte. In der Darstellung der Leere der Innenräume und eines in sich geschlossenen Systems von Stadt, verweist die Künstlerin auch auf die besondere "doppelte" Inselsituation seiner einstigen Bewohner. Trotz aller Vergünstigungen war ihnen meist der Zugang zum Rest des Archipels verwehrt und Erkundungen der arktischen Landschaft nur in Umland der russischen Zone gestattet.

03.10.12

THE WALL STREET JOURNAL - TRACKS OF TIME



The coal miners are gone now from Norway’s Svalbard archipelago, deep in the Arctic. But early in the 20th century, the British, Russians, Swedish and Dutch all established outposts along its salmon-filled fiords. Pyramiden—named for the massive peak looming above it—was one such Soviet-era settlement. Though it is now a ghost town, with predatory gulls sweeping its ice-blue skies, evidence of its former purpose is everywhere in ‘Trespassing’ (Moderne Kunst Nürnberg, 117 pages, $40), a study of desolate landscapes that bear the marks of human industry. German photographer Nathalie Grenzhaeuser carefully frames the ground and sky and mechanical constructions, fragmenting space. Orderly rows of metal coils jut from an empty reservoir in front of serrated hills; a wooden armature of uncertain purpose is bleached as pale as the snow that nearly obscures it. Mining operations in the harsh terrain of the Arctic and in the arid west of Australia may once have looked like foreign presences but now have the patina of the indigenous—as well as an aspect of mystery. In one image, a seemingly endless shed of corrugated metal follows a steep slope like a ski jump. Another photo (above) shows the structure’s interior, revealing the rails that carried men in and coal out of the mine itself. We are looking down at almost a 45-degree angle, though it is hard to tell without a figure in the frame. All these scenes are similarly made unsettling by the absence of the humans whose efforts shaped them.
- The Books Editors 
http://online.wsj.com/article/SB10001424052702304444604577340362121663428.html 

09.05.12

SPIEGEL Nathalie Grenzhaeuser / Mathias Völcker



„Spiegel“ ist eine Ausstellung von Nathalie Grenzhaeuser und Mathias Völcker, die am 10 Mai um 17 Uhr in den Räumen der Oberfinanzdirektion Frankfurt eröffnet. Der Titel ist den Künstlern gleichzeitig Motto- und Reflektionsebene ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung.
In der Reihe gemischtes Doppel werden Zeichnungen und Fotografien aus unterschiedlichen Serien beider Künstler gezeigt. Viele neue und unbekannte Arbeiten, aus deren Werk, werden erstmalig zu sehen sein und treten in einen spannenden Dialog zueinander. Die Ausstellung ist vom 10.05.2012 bis einschließlich 27.07.2012 zu sehen.

18.04.12

Bildspuren-Unruhige Gegenwarten / Darmstädter Tage der Fotografie




Die Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Landschaftsräumen bildet den Schwerpunkt meiner Arbeit. Ich fotografiere Landschaften, die sich in einer Situation des Übergangs und der anthropogenen Veränderung befinden. Meist sind es menschenleere, entlegene Gegenden, die mich aufgrund ihrer besonderen Topografie und Geschichte interessieren. In meine Arbeit fließen die Vorstellungen mit ein, die diese Landschaften in uns auslösen und die unsere Sicht auf sie prägen. 
Vor diesem Hintergrund ist auch die Serie „Die Konstruktion der stillen Welt“ entstanden, an der ich seit 2007 arbeite,und die  sich dem arktischen Inselarchipel Spitzbergens widmet. Ich habe Orte wie den Weltsaatenspeicher („Die Arche“), die Satelittenstation („Svalsat“) oder den Verladepier für Braunkohle in Svea („Kapp Amsterdam“) fotografiert und in Bezug zum Genre des Science-Fiction-Films gestellt.
Die Bilder zeigen den Landschaftsraum an der Schnittstelle zwischen Bergbau, Forschung und Klimawandel und thematisieren die Bedrohung, die sowohl vom arktischen Naturraum selbst, als auch von dessen industrieller und wissenschaftlicher Nutzung ausgeht.

28.03.12

Bookrelease im Reading Room



HERZLICHE EINLADUNG

ZUR BOOKRELEASE

TRESPASSING VON

NATHALIE GRENZHAEUSER



DONNERSTAG 29.03.2012 ab 19.00 UHR

DO YOU READ ME?! - READING ROOM

Potsdamerstr. 98, 10785 Berlin-Tiergarten

PROGRAMM

19.30 Uhr - The Making of Trespassing - Gespräch zwischen

Ursula Schöndeling (Kunstverein Langenhagen) und Nathalie Grenzhaeuser

20.30 Uhr - Geranium Blonde plays "fields & beyond II"


TRESPASSING

Hrsg. Nathalie Grenzhaeuser & Ursula Schöndeling, Kunstverein Langenhagen, Texte Gabi Schaffner, Ludwig Seyfarth und Interview Ursula Schöndeling mit Nathalie Grenzhaeuser, 120 S., 42 Abb. in Farbe, dt./engl. Hardcover, 24,– Euro, ISBN 978-3-86984-238-7

Das Buch »Trespassing« ist die erste umfangreiche Monografie der Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser. Die Publikation verbindet ihre beiden wichtigsten fotografischen Serien der vergangenen vier Jahre.

Ihre Bilder führen uns in wenig bewohnte Regionen, ins arktische Spitzbergen und das australische Outback. Auch dort, wo die Zivilisation aufzuhören scheint, haben massive menschliche Eingriffe ihre Spuren hinterlassen, was Grenzhaeuser immer wieder deutlich ins Bild setzt. Die Fotografien sind jedoch keine bloßen Dokumentationen der abgebildeten Orte. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass Schatten in verschiedene Richtungen fallen, einzelne Bildelemente perspektivisch nicht zusammen-

passen oder ein hinzugefügter dramatischer Himmel der kargen Szenerie eine intensivere Wirkung verleiht.

Nathalie Grenzhaeusers Vorgehen könnte man als Landschaftsmalerei mit anderen Mitteln bezeichnen. Die alten Meister gingen in die Natur oder auf Reisen, wo sie vor Ort Skizzen anfertigten, auf deren Grundlage sie im Atelier ihre großformatigen Gemälde zusammen-»bauten«. Nathalie Grenzhaeuser nutzt die Mittel der digitalen Bearbeitung, um aus den Fotos vorgefundener Orte allgemeingültige Bilder zu kreieren, die letztlich auch Ikonen der Globalisierung sind.

Ludwig Seyfarth


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‘Trespassing’ is the first comprehensive monograph on the artist, Nathalie Grenzhaeuser. The publication combines the two most important photographic series of the last four years.

Her pictures take us to regions that are very sparsely populated—to Spitsbergen in the arctic, and to the australian outback. But even in those places where civilisation seems to stop, massive human interventions have left behind their mark, which Grenzhaeuser again and again clearly depicts.

The photographs are not just documentations of the locations photographed, however. if you look more closely, you will notice that shadows fall in different directions. different visual elements do not fit together in terms of perspective, or an added dramatic sky gives the bare scenery a more intensive effect.

Nathalie Grenzhaeuser’s approach could be termed landscape painting with other means. The old masters looked to nature or went on journeys where they made sketches on location, on the basis of which they were able to construct large-scale paintings in the studio. Nathalie Grenzhaeuser uses the means of digital processing to create generally valid images from the photos of found locations which are ultimately also icons of globalisation.

Ludwig Seyfarth

31.01.12

Nominierungen für den Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie

Nominierungen für den Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie stehen fest


Liebe Freunde der Darmstädter Tage der Fotografie,

aus 320 Einsendungen hat die Jury 36 Arbeiten für das Rahmenprogramm der Darmstädter Tage der Fotografie im April ausgewählt. Das Thema ?Bildspuren – Unruhige Gegenwarten“ wurde in großer Vielfalt bearbeitet und ermöglicht eine spannende Erweiterung der Positionen im Hauptprogramm. Die Jury bestand aus den Initiatoren und Vorsitzenden der Darmstädter Tage der Fotografie, Alexandra Lechner, Albrecht Haag, Gregor Schuster und Rüdiger Dunker sowie der Kuratorin Ute Noll von ?on-photography.com“ und Prof. Dr. Kris Scholz von der h_da.

Aus der Auswahl für das Rahmenprogramm sind drei Arbeiten für den mit 5.000 Euro dotierten Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie nominiert. Dieser wird von dem Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck gestiftet und in diesem Jahr zum vierten Mal vergeben.

Erst am Eröffnungstag – nach Berurteilung der gehängten Arbeit – wird einer der drei Nominierten als Preisträger ermittelt und am Abend geehrt. Die Preisverleihung findet am 20. April 2012 im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe statt.

Die Nominierten 2012 sind:
Walter Ebenhofer, Steyr (A), Diabolische Erinnerung [an Robert Capa]
Nathalie Grenzhaeuser, Berlin (D), Die Konstruktion der stillen Welt
Florian Schunck, Darmstadt (D), Skias

Bilder und weiteres zu den Arbeiten sind auf unserer Website zu finden unter:
http://www.dtdf.de/_site/seiten/merck/nominierung2012.php

25.11.11

»Trespassing«



Trespassing
Hrsg. Nathalie Grenzhaeuser & Ursula Schöndeling, Kunstverein Langenhagen, Texte Gabi Schaffner, Ludwig Seyfarth.
Interview von Ursula Schöndeling mit Nathalie Grenzhaeuser
120 S., 42 Abb. in Farbe, dt./engl.
Hardcover, 24,– Euro
ISBN 978-3-86984-238-7

12.10. - 16.10 2011
Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vom 12.-16.Oktober 2011 präsentiert der Verlag für moderne Kunst Nürnberg in der Halle 4.1, Stand M 507 die erste Monografie der Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser

Medieninformation Nürnberg, 05. September 2011

Das Buch »Trespassing« ist die erste umfangreiche Monografie der Künstlerin Nathalie Grenzhaeuser. Die Publikation verbindet ihre beiden wichtigsten fotografischen Serien der vergangenen vier Jahre. Ihre Bilder führen uns in wenig bewohnte Regionen, ins arktische Spitzbergen und das australische Outback. Auch dort, wo die Zivilisation aufzuhören scheint, haben massive menschliche Eingriffe ihre Spuren hinterlassen, was Grenzhaeuser immer wieder deutlich ins Bild setzt. Die Fotografien sind jedoch keine bloßen Dokumentationen der abgebildeten Orte. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass Schatten in verschiedene Richtungen fallen, einzelne Bildelemente perspektivisch nicht zusammenpassen oder ein hinzugefügter dramatischer Himmel der kargen Szenerie eine intensivere Wirkung verleiht. Nathalie Grenzhaeusers Vorgehen könnte man als Landschaftsmalerei mit anderen Mitteln bezeichnen. Die alten Meister gingen in die Natur oder auf Reisen, wo sie vor Ort Skizzen anfertigten, auf deren Grundlage sie im Atelier ihre großformatigen Gemälde zusammen-»bauten«. Nathalie Grenzhaeuser nutzt die Mittel der digitalen Bearbeitung, um aus den Fotos vorgefundener Orte allgemeingültige Bilder zu kreieren, die letztlich auch Ikonen der Globalisierung sind.

Die Künstlerin (geb. 1969 in Stuttgart) lebt in Frankfurt am Main und in Berlin. Sie studierte 1991 bis 1997 an der Städelschule in Frankfurt bei Hermann Nitsch. 2000 erhielt sie ein Stipendium der Hessischen Kulturstiftung, 2001 lehrte sie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Nach einem ersten Aufenthalt 2005/06 in Spitzbergen kehrte sie 2009 noch einmal dorthin zurück. 2007 lehrte sie am Victorian College of the Arts in Melbourne, Australien.

21.11.11

Stiftungs-Preis Für Fotokunst 2011



STIFTUNGS-PREIS FÜR FOTOKUNST 2011

PREISVERLEIHUNG
Montag, 21.11.2011, 19 Uhr

LAUDATORIN
Petra von Olschowski

PREISÜBERGABE DURCH DIE STIFTER
Alison und Peter W. Klein

VERANSTALTUNGSORT
KUNSTWERK, Siemensstr. 40, 71735 Eberdingen-Nussdorf

Die Alison und Peter Klein Stiftung fördert seit 2008 künstlerische, kulturelle und soziale Projekte. 2009 wurde erstmals der Stiftungspreis für Fotokunst ausgelobt.

Der in Berlin lebende Künstler Sascha Weidner (geboren 1976) erhält in diesem Jahr den Fotopreis der Alison und Peter Klein Stiftung. Zum ersten Mal stand bei der Auswahl für den Preis ein Thema im Mittelpunkt: „Heimat“.

Vom 21.11.2011 bis 15.1.2012 werden Werke aller Teilnehmer der Finalrunde - LAURENZ BERGES, NATHALIE GRENZHAEUSER, JULIA GRÖNING, SYLVIA HENRICH, SONJA KÄLBERER, EVA LEITOLF, JOSEF SCHULZ – im Kunstwerk präsentiert.

http://sammlung-klein.de

25.10.11

Biennale Fotografii Poznan 2011







The Marginal Landscape

CURATORS: Marianna Michałowska, Justyna Ryczek

ARTISTS: Norbert Banaszyk, Nathalie Grenzhaeuser, Magdal Hueckel, Andrzej Kramarz, Wojtek Koykos, Jarosław Kozakiewicz, Katerina Mistal, Cecylia Malik, Rafał Milach, Laura Pawela, Basia Sokołowska, Melanie Wiora, Piotr Żyliński.

Landscape is one of the fundamental “subjects” of photography, a favourite motif chosen by amateurs and professionals alike. On the one hand, modern photography has adopted a patronising approach to landscape photos, seeing them as the embodiment of amateur “sure-fire hits” and pictorial kitsch. On the other hand, however, it has in the past been often entwined with ideological contexts (to mention only the context of “national photography”), which made photographers shy away from landscape. At present we deal with a Renaissance of landscape photography fostered worldwide and in Poland by currents such as the “new documentary” and by the revaluation of the idea of nature. Human perception of landscape (Belting, Boehme) and landscape itself is growing into a metaphor of contemporary culture (Appadurai). In turn, ideas of contested natures (Phil Macnaghten and John Urry) propose a replacement of the nature / culture opposition with a reflection on such relations as innocence and wilderness; the animate and the inanimate, or nature as the margin of civilisation. Moreover, today landscape is used outside the context of nature as such; we use terms such as the natural IT environment or the urban landscape. The world around us expands and makes us re-consider our earlier beliefs and positions. Landscape may be one of the directions of inevitable reflection on the world around us. “The Marginal Landscape” offers narrations about the shifting frontier between man and nature. We want to know the significance of landscape for today’s artists. We ask about the essence of the interaction of the human person and landscape: are we part and parcel of it or its enemies and destroyers? The exhibition likewise poses a question about landscape itself and its existence in culture as witnessed in the output of contemporary artists. We perceive photography broadly, showing two-dimensional images made by means of photographic techniques, “photographic” paintings, films and installations, as well as digital visualisations used in the design of architecture. We cannot miss the significance of landscape on the Internet and that is why we also follow photo-blogs.

EXHIBITION VENUE: Arsenał Municipal Gallery, Stary Rynek 6
LAUNCH: 23.09.2011, 4 pm
DURATION: 23.09 – 30.10.2011, with the exclusion of: 1-2.10.2011
OPENING HOURS: Tue-Sat 12-19, Sun 11-15






The Marginal Landscape, 7th Biennial of Photography, Poznan, Polen “Arsenal” Municipal Gallery. 23.09 – 30.10.2011

20.10.11

Forbidden Places, (Duda/Grenzhaeuser/Krementschouk). Galerie mobil, Dachau 17.9.2011-6.11.2011



Abandoned Worlds, Galerie Christa Burger, München 7.9.2011-29.10.2011


















Wir laden Sie herzlich ein zur kommenden Ausstellung und zum Open Art-Wochenende:

ABANDONED WORLDS
Fotografie von Juliane Duda,
Nathalie Grenzhaeuser und Andrej Krementschouk

Eröffnung, Mittwoch, 7. September 2011, 19 - 22 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. September bis 29. Oktober 2011
(Pressetext siehe nachstehend)

OPEN ART WOCHENENDE ALLER GALERIEN DER INITIATIVE MÜNCHNER GALERIEN ZEITGENÖSSISCHER KUNST
Öffnungszeiten: Freitag, 9.9.2011, 18 - 21 Uhr
Samstag + Sonntag, 10./11.9.2011, 11 - 18 Uhr
siehe auch www.openart.biz

SONDERVERANSTALTUNGEN IN DER GALERIE:
Freitag, 9.9.2011, 20 Uhr - Künstlergespräch + Buchpräsentation
von Alexander Hochreuther mit Nathalie Grenzhaeuser
Samstag, 10.9.2011, 16 Uhr - Künstlergespräch + Buchpräsentation
von Alexander Hochreuther mit Andrej Krementschouk

PRESSETEXT:
Landschaftsräume, menschliche Zivilisation, deren Bruchstellen und Schnittpunkte sind die Haupt-Sujets in "Abandoned Worlds". Aufgelassene Bergwerke, verwaiste Wracks, Ruinen von unbewohnbaren Häusern und Städten bilden die Artefakte unserer Zeit, die etwas aussagen über das Verhältnis von Mensch und Natur. Die Wahrnehmung der Landschaft schwankt zwischen dokumentarischen Ansätzen und fiktiven Konstruktionen, den Spuren von Verfall und Vergänglichkeit menschlicher Existenz wird in erzählerischer Weise nachgespürt.

Ausgangspunkt der computergenerierten Fotoarbeiten von Juliane Duda sind Räume und Areale von politischen und militärischen Institutionen oder stillgelegte Fabrikanlagen und Wirtschaftsruinen, mögen das Geheimdienstzentralen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs sein oder das Kulturhaus Ahrenshoop der DDR, die danach häufig in ihrer Funktion Modifizierungen erfuhren. In Schichtungen von kleinteiligen Aufnahmen aus Ahrenshoop lässt sie eine neue Bildkomposition mit Titel “Zentrale” entstehen. Dabei arbeitet sie auf der Basis von “stills” von selbst produzierten Videoaufnahmen. Ihre Manipulationen lässt Duda ganz offen zu Tage treten. Sie entlässt die früher nicht für jedermann zugänglichen Orte mittels einer überbordenden Farb-Ästhetik, unabhängig von realen Bezugspunkten und Landschaften, in eine fiktive Bildrealität.

Die Topographie und Geschichte von Orten, meist fragile Landschaftsräume, die mit Begriffen einer "unberührten Landschaft" assoziiert werden, bilden das Ausgangsmaterial der Fotoarbeiten von Nathalie Grenzhaeuser wie in der Serie "Die Konstruktion der Stillen Welt". Scheinbar dokumentarisch wirkende Bilder von verlassenen Bergwerken und Forschungstätten entpuppen sich als digital bearbeitete Fotos, die mehr einer inneren Landschaft gleichen, die fiktive Himmels-Stimmungen mit realen Architekturen verbinden und fast ein wenig an Film- oder Bühnenkulissen erinnern. Merkwürdig verschobene und stürzende Blickachsen in den Bildern und die ästhetische Überhöhung von intakten großindustriellen Förderanlagen des Bergbaus und verlassenen Industrierelikten lassen eine neue Bilddynamik entstehen, die beim Betrachter Reaktionen von Faszination und Erschrecken evozieren.

Andrej Krementschouk portraitiert in den Serien “Chernobyl I und II” Menschen, Landschaften und Städte, die von der Reaktorkatastrophe von 1986 geprägt sind. In den neuere Arbeiten zeigt Krementschouk, wie sich die Natur den Stadtraum von Prepjat zurückerobert. Schimmel wuchert an den Wänden, Bäume wachsen durch die Decke, Mobiliar zerfällt. Und doch erinnert alles, selbst das Riesenrad, an die Menschen, die hier einmal gelebt haben, und von denen einige wenige in die Sperrzone zurückgekehrt sind trotz der überhöhten Strahlenbelastung mit all ihren Konsequenzen, weil sie nur hier zu Hause sind. Krementschouk verklärt nichts, sondern lässt die Dinge und Orte, und auch stille Portraits von der Einsamkeit und dem Alltag der zurückgekehrten Menschen erzählen, es sind Geschichten um Authentizität und Verlust, von Heimat und Identität. Die Arbeiten knüpfen sehr konsequent an die vorherigen Fotoserien von Krementschouk “No Direction Home” und “Come Bury Me” an.

Galerie Christa Burger
Theresienstr. 19
80333 München
fon 0049-89-2899 6550, fax 0049-89-2899 6551
Cell number 0049-179-668 25 34, mobil 0049-151-22 84 84 94
email: Galerie.Christa.Burger@t-online.de
homepage: www.kunstmarkt.com/galerieburger
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